CO2-Preis steigt 2025: Auswirkungen auf Ihre Heizkosten

Zum Jahreswechsel 2025 steigt der CO2-Preis auf 55 Euro pro Tonne. Das hat direkte Auswirkungen auf die Heizkosten für alle, die mit Öl oder Gas heizen. Wir rechnen vor, was das in Euro und Cent bedeutet.
Der CO2-Preis wurde 2021 mit 25 Euro pro Tonne eingeführt und steigt seitdem schrittweise an. Mit dem Sprung auf 55 Euro pro Tonne im Jahr 2025 hat er sich innerhalb von vier Jahren mehr als verdoppelt. Für einen durchschnittlichen Haushalt, der mit Erdgas heizt und rund 20.000 Kilowattstunden pro Jahr verbraucht, bedeutet das Mehrkosten von etwa 260 Euro jährlich allein durch den CO2-Preis. Bei einer Ölheizung mit einem Verbrauch von 2.000 Litern pro Jahr sind es sogar rund 350 Euro Mehrkosten.
Seit 2023 teilen sich Vermieter und Mieter die CO2-Kosten nach einem gestaffelten Modell. Je schlechter die Energieeffizienz des Gebäudes, desto höher ist der Anteil, den der Vermieter tragen muss. Bei Gebäuden mit besonders hohem Verbrauch übernimmt der Vermieter bis zu 95 Prozent der CO2-Kosten. Das setzt einen klaren Anreiz zur energetischen Sanierung.
Für Eigentümer, die ihre Immobilie selbst bewohnen, lohnt sich der Vergleich: Eine moderne Wärmepumpe, die keinen CO2-Preis verursacht, wird mit steigendem CO2-Preis immer attraktiver. In Kombination mit den staatlichen Förderungen von bis zu 70 Prozent kann sich der Heizungstausch bereits innerhalb weniger Jahre rechnen. Auch eine verbesserte Dämmung reduziert den Energieverbrauch und damit die CO2-Kosten spürbar.
Für Vermieter wird es zunehmend wirtschaftlich sinnvoll, in die energetische Sanierung ihrer Immobilien zu investieren – nicht nur wegen der CO2-Kostenbeteiligung, sondern auch weil energieeffiziente Wohnungen leichter und zu besseren Konditionen zu vermieten sind.