Energetische Sanierung: Schritt für Schritt zum Effizienzhaus

Energetische Sanierung: Schritt für Schritt zum Effizienzhaus

Eine energetische Sanierung senkt die Heizkosten, steigert den Wohnkomfort und erhöht den Immobilienwert. Doch wo fängt man an, und welche Maßnahmen bringen am meisten? Wir zeigen den Weg vom Altbau zum energieeffizienten Zuhause.

Der erste Schritt sollte immer ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) sein. Ein zertifizierter Energieberater analysiert den energetischen Zustand Ihres Gebäudes und erstellt einen konkreten Maßnahmenplan mit Kosten-Nutzen-Abschätzung. Die Beratung wird mit bis zu 80 Prozent gefördert und kostet Sie als Eigentümer eines Einfamilienhauses damit nur rund 300 bis 400 Euro. Zudem erhalten Sie mit dem iSFP einen Bonus von fünf Prozent auf alle weiteren Fördermaßnahmen.

Die größten Einspareffekte erzielen Sie in der Regel mit der Dämmung der Gebäudehülle: Dach, Fassade und Kellerdecke. Allein die Dachdämmung kann den Wärmeverlust um bis zu 30 Prozent reduzieren. Der Austausch alter Fenster gegen moderne Dreifachverglasung bringt weitere 10 bis 15 Prozent Einsparung. Diese Maßnahmen werden mit 15 bis 20 Prozent der Kosten bezuschusst und erhöhen gleichzeitig den Wohnkomfort durch weniger Zugluft und eine gleichmäßigere Raumtemperatur.

Erst wenn die Gebäudehülle optimiert ist, sollte die Heizung getauscht werden. Denn ein gut gedämmtes Haus benötigt eine deutlich kleinere Heizungsanlage, was die Investitionskosten senkt. Eine Wärmepumpe, die ein gut gedämmtes Einfamilienhaus versorgt, arbeitet effizienter und kostenoptimaler als in einem unsanierten Altbau.

Bei einem geplanten Verkauf kann eine energetische Sanierung den erzielbaren Preis erheblich steigern. Studien zeigen Preisaufschläge von bis zu zehn Prozent für energieeffiziente Immobilien gegenüber vergleichbaren unsanierten Objekten. Die Investition zahlt sich also doppelt aus: durch niedrigere Betriebskosten und einen höheren Verkaufserlös.