Förderung für den Heizungstausch: Bis zu 70 Prozent Zuschuss

Förderung für den Heizungstausch: Bis zu 70 Prozent Zuschuss

Die Bundesregierung hat ein umfangreiches Förderprogramm für den Heizungstausch aufgelegt. Ab Januar 2024 können Eigenheimbesitzer Zuschüsse von bis zu 70 Prozent der Investitionskosten erhalten. Wir erklären, wie sich die Förderung zusammensetzt und wer davon profitiert.

Das neue Förderprogramm wird direkt über die KfW abgewickelt und besteht aus mehreren Bausteinen. Die Basisförderung beträgt 30 Prozent und steht jedem Eigentümer zu, der eine klimafreundliche Heizung einbauen lässt – etwa eine Wärmepumpe, Solarthermie oder einen Fernwärmeanschluss. Zusätzlich gibt es einen einkommensabhängigen Bonus von 30 Prozent für Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 40.000 Euro.

Der sogenannte Klimageschwindigkeits-Bonus bringt weitere 20 Prozent Zuschuss für alle, die ihre alte fossile Heizung (Öl, Gas, Kohle oder Nachtspeicher) frühzeitig austauschen. Dieser Bonus gilt bis 2028 und wird danach schrittweise reduziert. Im besten Fall addieren sich die Zuschüsse auf bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten – bei einer Wärmepumpe für rund 30.000 Euro wären das bis zu 21.000 Euro Zuschuss.

Wichtig: Die Förderung muss vor Beginn der Maßnahme über das KfW-Zuschussportal beantragt werden. Wer vorher mit dem Einbau beginnt, verliert den Anspruch. Beauftragen Sie zunächst einen Energieberater oder Fachbetrieb, holen Sie ein Angebot ein und stellen Sie dann den Förderantrag. Erst nach Bewilligung darf der Einbau starten.

Gerade bei älteren Immobilien kann ein Heizungstausch nicht nur die Betriebskosten senken, sondern auch den Immobilienwert steigern. Eine moderne Heizungsanlage ist für Käufer ein wichtiges Argument und kann den Verkaufspreis positiv beeinflussen.

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