Mietrechtsreform 2026: Indexmieten sollen gedeckelt werden

Mietrechtsreform 2026: Indexmieten sollen gedeckelt werden

Die Bundesregierung plant eine Begrenzung von Indexmieten. Zusammen mit der bis Ende 2029 verlängerten Mietpreisbremse verschärft sich das regulatorische Umfeld für Vermieter weiter. Was bekannt ist und wie Eigentümer sich jetzt vorbereiten können, ordnen wir hier ein.

Indexmieten waren in den letzten Jahren eine beliebte Alternative zur Staffelmiete, weil sie sich automatisch an den Verbraucherpreisindex koppeln. In Zeiten hoher Inflation haben viele Mieter dadurch spürbare Mieterhöhungen erlebt – ein Grund, warum das Bundesjustizministerium die Indexmiete regulieren möchte. Im Gespräch ist eine prozentuale Kappung der jährlichen Anpassung, damit Indexmieten nicht mehr ungebremst die Inflation abbilden. Die genaue Ausgestaltung der Begrenzung ist derzeit in der Abstimmung zwischen den Koalitionsfraktionen.

Gleichzeitig bleibt die Mietpreisbremse in ausgewiesenen angespannten Wohnungsmärkten bis zum 31. Dezember 2029 in Kraft. Sie begrenzt die Kaltmiete bei Neuvermietungen auf maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete. In Bayern betrifft das unter anderem München, Regensburg und andere Städte mit hohem Mietdruck. Für Passau gilt die Mietpreisbremse zwar nicht flächendeckend, trotzdem sollten Vermieter bei Neuvermietungen die lokale Vergleichsmiete kennen und dokumentieren – auch wegen der Wucherparagrafen im BGB und WiStG.

Für Bestandsmietverhältnisse ändert sich durch die geplante Reform der Indexmiete unmittelbar nichts, bis das Gesetz beschlossen ist. Vermieter, die derzeit Indexmietverträge abschließen oder verlängern, sollten aber einkalkulieren, dass die bisherige Dynamik der Indexkopplung künftig eingeschränkt wird. Wer überlegt, zwischen Staffel- und Indexmiete zu wählen, sollte die regulatorische Entwicklung mit in die Abwägung einbeziehen.

Aus Sicht der Vermietung in und um Passau bleibt die Grundrichtung klar: Der Regulierungsrahmen wird enger, und transparente, rechtssicher aufgesetzte Mietverträge werden wichtiger. Wir beraten Eigentümer bei Neuvermietungen, prüfen bestehende Verträge auf Aktualität und dokumentieren bei Mietpreisbremsen-Relevanz die Vergleichsmiete – damit Sie als Vermieter auch unter strengeren Regeln auf der sicheren Seite sind.