Wohnen bleibt teuer — egal ob zur Miete oder im Eigenheim

Wohnen ist in Deutschland für viele Haushalte zu einem überproportionalen Kostenfaktor geworden — egal ob zur Miete oder im Eigenheim. Was die Zahlen zeigen.
Die Belastung in Zahlen
Statistisches Bundesamt 2022:
| Indikator | Wert |
|---|---|
| Haushalte mit Mietbelastung ≥ 40 % des Einkommens | 3,1 Mio. |
| Haushalte mit Mietbelastung ≥ 50 % | 1,5 Mio. |
| Durchschnittliche Nettokaltmiete bundesweit | ca. 8,70 €/m² |
| Höchste Mietbelastung | Einzug nach 2019, Single-Haushalte, Großstädte |
Was 2023 begann — was 2026 davon übrig ist
Im ersten Quartal 2023 zeigten die Daten:
- Neubau-Mieten: bis +19,9 % gegenüber Vorjahr
- Bestandsmieten: bis +12,3 %
- Kaufpreise: wieder +2 % im Schnitt nach Korrektur
Heute, 2026, ist das Mietwachstum etwas moderater geworden (jährlich ca. 5–7 % in Mittelstädten), aber die Mietbelastung der Haushalte bleibt strukturell hoch.
Trotz Belastung: Kaufinteresse hoch
Was bedeutet das für Passau?
Passau ist im Vergleich zu Großstädten mietkostengünstiger:
- Nettokaltmiete: ca. 11,80 €/m² (deutlich unter München's ~17–22 €/m²)
- Kaufpreis: ca. 3.450 €/m² Wohnung (vs. München's 9.500+)
Wer in Passau wohnt, hat die Mietbelastung typischerweise im Rahmen. Aber: Auch hier steigen die Mieten 5–7 % p.a. — was junge Familien zunehmend ins Eigentum drängt.
Empfehlung
Für Mieter: Bestandsverträge wertschätzen, nicht leichtfertig wechseln. Bei Wechselüberlegungen: Kauf ernsthaft als Alternative durchrechnen.
Für Vermieter: Solider Mietmarkt, aber Mietpreisbremse und geplante Indexmieten-Deckelung im Blick behalten.
Für Käufer in Passau: Trotz höherer Zinsen oft die wirtschaftlich bessere Entscheidung gegenüber Mieten — die Vergleichsrechnung lohnt.
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